02.01.2022 - 31.03.2022 Das Sonderprogramm

LeMoos als Pionierin für digitale Brautmode – Mit Förderzuschuss Franchising vorbereiten

Der Brautmoden-Flagshipstore Le Moos Design Studio in Düsseldorf hat den Zuschuss des Sonderprogramms genutzt, um die Digitalisierung konsequent weiterzuentwickeln und das geplante Franchising-System vorzubereiten – ein kleiner Schritt mit großer Wirkung.

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Handelsverband NRW

Designerin und Gründerin Lena Moos ist schon lange im Brautmodengeschäft unterwegs. Neben dem bereits bestehenden Geschäft in Euskirchen und einem Großhandel für Brautmoden gelang ihr trotz Corona-Pandemie mit dem Düsseldorfer Flagshipstore Le Moos Design Studio erfolgreich eine Neugründung. Begleitet wurde sie dabei vom Handelsverband NRW und dem Digitalcoach Tharson Thurai, der sie bei der konsequenten Digitalisierung ihres Geschäftskonzepts begleitete und auf Fördermöglichkeiten hinwies – so auch auf den Förderzuschuss im Rahmen des Landesprogramms Digihandel.NRW.

LeMoos steht für ein ganz neues Konzept für Brautmode, die eigentlich online nicht verkaufbar ist. Die Geschäftsidee: Mit einem digitalen Konfigurator lässt sich ein individuelles Brautkleid designen, das sich nach Bedarf und Anlass auch verändern und kombinieren lässt.
„miXme" nennt Lena Moos ihr patentiertes Mix- & Match-System, zu dem sie nicht zuletzt – und ganz unromantisch – durch das Ikea-Baukasten-System inspiriert wurde. Im Düsseldorfer Flagship-Store lassen sich dann bei einem persönlichen Termin und mit fachlicher Unterstützung alle weiteren Details besprechen. Zur Auswahl stehen immerhin fast 700 Kleidungsstücke zur Kombination von Hunderttausenden individuell designten Hochzeits-Traumkleidern.

Förderzuschuss für Hardware und Software - gut investiert

Zwei Anträge hat die agile und, wie sie über sich selbst sagt, sehr technikaffine Gründerin gestellt und insgesamt einen Förderzuschuss von 4.000 Euro erhalten. So wurden für das Verkaufspersonal zwei Tablets und ein Laptop für das Backoffice angeschafft. Mit dieser Hardware lässt sich die Beratung nun digital unterstützen und die Modelle können auch im Store zusammen mit den Kundinnen konfiguriert werden.

Mit einem weiteren Antrag für die Programmierung eines speziellen Software-Tools ist Lena Moos ihrem langjährigen Traum, ein bundesweites Franchising-System für Brautmoden aufzubauen, deutlich näher gekommen. Entwickelt und implementiert wurde eine digitale Schnittstelle, die die Warenwirtschafts- und Kassensysteme zwischen ihrem Einzelhandel und Großhandel verbindet.
Diese Schnittstelle ist eine wichtige Vorbereitung für das geplante Franchisesystem, mit dem bundesweit weitere Brautmoden-Stores aufgebaut werden sollen, die mit dem LeMoos-Modell individuelle Brautmoden gestalten und verkaufen. „Ich konnte mit dem Förderzuschuss einen großen Schritt nach vorne gehen, ohne auf Investoren warten zu müssen. Die Förderung war für mich eine Supersache“, sagt Lena Moos rückblickend. Ab 2023 soll es dann mit der Franchise-Kette richtig losgehen.

Tharson Thurai hat als Digitalcoach die Neugründung intensiv begleitet und bei der Digitalisierung unterstützt. Bei der Eröffnung des Flagshipstores war er dabei und vom Ambiente mit eigenen Laufstegen im Obergeschoss und jeder Menge an bedienbaren digitalen Displays beeindruckt. „LeMoos hat ein gut durchdachtes Konzept und verfügte bereits über eine solide Basis, so dass wir bei der Beratung zur Digitalisierung nicht bei Null anfangen mussten. Ich denke, hier ist mit kleiner Förderung viel erreicht worden.“

LeMoos Düsseldorf

Digitalcoaches unterstützen kostenlos

Interessierte Einzelhandelsunternehmen können sich auch nach Ende des Förderaufrufs von den Digitalcoaches des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen kostenlos beraten lassen. Bislang sind rund 1500 Handelsunternehmen unterstützt worden.

Mitteilung des Handelsverbands Nordrhein-Westfalen

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